Fragen und Antworten

Was muss ich beim Kauf einer Schneefräse beachten?

F.: Ich habe in Erwägung gezogen mir eine Schneefräse für den nächsten Winter zu kaufen. Die Schneefräse soll eine Fläche von ca. 200 qm vom Schnee befreien. Auf was muss ich beim Kauf achten? Welche technischen Aspekte sind zu berücksichtigen wie Breite, Leistung etc.?

A.: Der erste Punkt, der vor dem Kauf geklärt werden muss ist, ob Sie einen Schneeschieber möchten oder tatsächlich eine Schneefräse. Unter Umständen kann ein Schneeschieber, der den Schnee zur Seite schiebt völlig ausreichend sein. Diese ist auch im Vergleich zu einer Schneefräse günstiger in der Anschaffung. Müssen allerdings größere Mengen an Schnee bewegt werden, der nicht nur weggeschoben, sondern weggeschleudert werden soll, ist eine Schneefräse die richtige Wahl. Neben Berücksichtigung der zu bearbeitenden Fläche ist demnach auch die zu erwartende Schneehöhe bei der Entscheidung bedeutend. Demnach ist die Anschaffung einer Schneefräse in Gebieten mit mehr Schneemengen wie Bayern zumeist eher angebracht als für Bewohne in Norddeutschland.

Hat man eine Fläche von z.B. 200 qm kommt es auch darauf an, um was für Flächen es sich handelt. Soll ein großer Parkplatz gefräst werden? Bei einer Fläche von 200 qm reicht in der Regel eine kleine Schneefräse mit einer Breite von etwa 80 cm.

Schneefräse um 6 Uhr morgens

F.: Ist es erlaubt um 6 Uhr morgens eine Schneefräse einzusetzen, um damit meinen Privatgrund vom Schnee zu befreien, damit ich von der Garage überhaupt auf die Straße gelangen kann? Darf ich außerdem den Gehweg, der Gemeindegrund ist, auch um diese Uhrzeit mit der Schneefräse reinigen?

A.: Ja, es ist gestattet um 6 Uhr morgens mit der Schneefräse Schnee zu räumen, wenn es nötig ist, um damit Gefahrensituationen zu vermeiden. In einem Gerichtsurteil des OLG Hamm (Aktenzeichen 9 U 217/97) wurde dies festgelegt. Allerdings nur, und dies muss nochmals betont werden, wenn damit Gefahrensituationen vorgebeugt wird. Es gilt sogar: kommt man seiner Räumpflicht von 6-20 Uhr nicht nach, trägt man, im Falle eines Unfalls, ein hohes Maß an Mitverschulden. Ein entstandener Schaden wird dann von keiner Versicherung übernommen. Bis 7 Uhr morgens müssen die Wege geräumt sein. Ein Räumen nach 20 Uhr ist nur in außerordentlichen Fällen Pflicht, um auch in diesem Fall Gefahrensituationen vorzubeugen.

Schneefräse – welches Benzin benutzen?

F.: Ich habe mir eine Schneefräse (MC Cullah Benzin-Schneefräse) gekauft. Beim Kauf der Fräse wies mich der Verkäufer darauf hin, dass ich die Schneefräse mit speziellem Benzin betanken müsste. Er gab mir auch gleich einen Kanister voll Benzin mit. So weit so gut. Doch leider musste ich feststellen, dass der Preis pro Liter für dieses spezielle Benzin bei über 3,50 Euro liegt. Das damit das Nutzen der Fräse eine teure Angelegenheit ist, ist wohl jedem klar. Mein Frag ist nun: kann ich auch normales Benzin benutzen z.B. Super? Worin liegt der Unterschied?

A.: Die speziellen Sonderkraftstoffe haben den Vorteil, dass sie auch bei längeren Betriebspausen den Motor der Schneefräse sehr gut zünden. Der Motor läuft wieder problemlos an. Verwendet man reguläre Kraftstoffe ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sich, benutzt man die Schneefräse über einen längeren Zeitraum nicht, Rückstände im Vergaser bilden. In diesem Fall ist ein Starten der Fräse nur nach einer gründlichen Reinigung des Vergasers möglich. Eine gründliche Vergaserreinigung kann oftmals nur in einer Fachwerkstatt durchgeführt werden. Das dies nicht gerade preisgünstig ist, liegt auf der Hand. Daher ist das teurere Spezialbenzin immer noch die weitaus günstigere Lösung.

Bei dem Spezialkraftstoff handelt es sich um Aspen 4 Takt Kraftstoff. Da Aspen vollsynthetisch ist, verbrennt es zu 90%. Es bildet daher deutlich weniger Rüstablagerung. Normales Benzin ist mineralisch. Es verbrennt nur zu etwa 75%. Auch ist Aspen unbegrenzt haltbar und verliert auch nicht an Brennwert.

Allerdings besteht die Möglichkeit, Normal-Benzin von der Tankstelle für die Schneefräse zu benutzen, wenn man beim letzten Betrieb beachtet, den Vergaser leer laufen zu lassen und anschließend den Benzinhahn zudreht.

Ist es sinnvoll, sich eine elektrische Schneefräse anzuschaffen?

F.: Da ich eine Fläche von über 150 qm vom Schnee befreien muss, bin ich am überlegen, ob ich mir eine elektrische Schneefräse anschaffen soll? Sind elektrische Schneefräsen zu empfehlen?

A.: Das große Problem mit elektrischen Schneefräsen ist, dass sie über keinen eigenen Antrieb verfügen. Im Klartext heißt das: man muss immer noch selbst Kraft aufwenden, allerdings deutlich weniger als beim komplett manuellen Schneeschippen. Elektrische Schneefräsen sind zumeist günstiger als Schneefräsen, die mit Benzin angetrieben werden und besonders für kleine Flächen in Regionen mit geringem Schneefall geeignet. Gerade für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen ein kraftaufwendiges Schippen mit der Hand z.B. aufgrund eines Herzinfarktrisikos vermeiden sollen, ist eine elektrische Schneefräse durchaus geeignet. Aber, wie bereits festgestellt, nur dann, wenn kleinere Flächen gereinigt werden sollen und keine Massen an Schnee entfernt werden müssen. Kauft man sich eine elektrische Schneefräse sollte man sich im Klaren sein, dass sie Schnee bei einer Schneetiefe von über 10 cm nur schwer oder gar nicht beseitigen kann, dass das Entfernen von nassem Schnee oftmals ein Problem darstellt und  die elektrische Leitung eine limitierte Länge hat. Auch kann eine elektrische Schneefräse nur auf befestigen Flächen verwendet werden.

Schneefräse für Privathaushalt sinnvoll?

F.: Ist es für einen Privathaushalt, bei dem Flächen von insgesamt etwa 100 qm (Parkplatz und Gehweg) vom Schnee befreit werden müssen, sinnvoll, eine Schneefräse anzuschaffen? Kann man bei einer Schneefräse den Auswurf so einstellen, dass der entfernte Schnee z.B. direkt in den Garten befördert wird?

A.:  Der Kauf einer Schneefräse rentiert sich nicht nur, wenn größere Flächen gereinigt werden müssen oder in Gebieten mit hohem Schneeaufkommen. Auch für einen Privathaushalt, in dem nur wenig Zeit zum Schneeräumen zur Verfügung steht, ist eine Schneefräse eine große Hilfe, da sie den Zeitaufwand deutlich reduziert. Aber auch, wenn ein nötiger manueller Kraftaufwand nicht erbracht werden kann z.B. bei gesundheitlichen Problemen oder bei Senioren, ist die Anschaffung einer Schneefräse eine sinnvolle Investition. Der Auswurf ist bei vielen Schneefräsen höhenverstellbar und auch bis zu 190 Grad drehbar. Schnee kann somit auch direkt in den Garten abtransportiert werden.

Schneefräse kaufen oder nicht?

F.: Wir haben ungeheuer viel Schnee in diesem Jahr und ich habe genug vom täglichen Schneeschippen. Das kostet Zeit, Kraft und Nerven. Ich bin nun am Überlegen, ob ich eine Schneefräse kaufen soll. Für was für eine soll ich mich entscheiden? Ist eine Elektroschneefräse besser oder eine Benzinschneefräse? Sind Schneefräsen laut? Und, was am wichtigsten ist: bringen die Fräsen etwas?

A.: Will man sich wirklich Kraft, Zeit und Nerven sparen, sollte man eine Benzin Schneefräse kaufen. Elektro-Schneefräsen sind zwar leiser und günstiger, verfügen aber über keinen Antrieb und müssen somit mit körperlichem Kraftaufwand geschoben werden. Sie sind außerdem aufgrund des nötigen Kabels nicht wirklich flexibel im Einsatz und auch nicht in der Lage größere Mengen an Schnee zu beseitigen. Benzin Schneefräsen sind zwar deutlich teurer und lauter, dafür aber ist der Schnee innerhalb kürzester Zeit ohne Kraftaufwand entfernt. Auch größere Schneemengen und große Flächen sind kein Problem. Mit Hilfe eines integrierten Auswurfs kann der Schnee einfach an einer bestimmten Stelle angehäuft werden. Es gibt also eine klare Antwort: Ja, Schneefräsen bringen etwas!